Ab September 2018 folgt die nächste Toskana Reisereportage "La Dolce Vita und die Spuren der Vergangenheit" - Im Blog kommt bald der erste Bericht zu unserer Orientreise mit Mein Schiff 5

Reisebericht Malta 4

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Teil 4: 26. März 2016
Tarxien
Tempel Hal Tarxien

Ein erstaunliches Phänomen war am Samstag, unserem vierten Tag in Malta, zu beobachten. War am Vortag noch jedes Stück Gepäck lästig, ging es heute schon viel flüssiger und beschwerdefrei die 75 Stufen bis zum Ausgang hinunter. Ja, und das Auto konnte ich jeden Tag näher bei unserem Haus abstellen. So war an diesem Tag alles optimal und es ging zeitig nach Tarxien. Unseligerweise fuhr ich dort an der richtigen Abbiegung vorbei und wir mussten drehen und eine andere Straße zurückfahren, um den Anschluss an die Route wieder zu finden. Zu allem Überfluss verstand das Navi unsere Ortsangabe nicht so richtig und ich fuhr mehr nach Gefühl, Nase oder was auch immer. Jedenfalls standen wir ganz plötzlich vor dem Ausgrabungsbereich. Jetzt nur noch einen Parkplatz finden, der war gerade hinter uns frei geworden, vielleicht 20 bis 30 m zurück, aber wir standen auf einer Einbahnstraße und konnten nicht so einfach zurückfahren. Also ging die Kurverei weiter. Zum guten Schluss bekamen wir unseren Parkplatz und waren froh. Was aber will die Verwaltung machen bei diesen engen Straßen? Ist es nicht in jedem anderen Land ebenfalls so, dass ein Dschungel aus Einbahnstraßen entsteht. Ich warte ja nur mal auf den Fall, dass man zwar noch reinfahren kann, aber aus dem Dschungel nur mit einer Übertretung der Straßenverkehrsordnung kommt.

Wir waren nun gerade noch früh angekommen und legten die Fotografier- und Drehgenehmigung vor. Nach sorgfältiger Prüfung durften wir das Gelände betreten und sahen gleich, dass sich auch einiges verändert hatte. So ist Hal Tarxien mittlerweile auch überdacht und es wurden Wege waren neu angelegt. Einige Besucher waren auch schon da. Es waren aber nicht genug, um bei den Aufnahmen zu stören. Das war soweit schon mal angenehm und das Wetter war an diesem Tag auch richtig gut. Vielleicht eine Stunde benötigten wir für unsere Aufnahmen der einige tausende Jahre alten Steinblöcke, die ehemals ein Tempel der Urbevölkerung waren.

Danach fuhren wir weiter in Richtung Marsaxlokk und Birzebbuga zur Höhle Ghar Dalam.  Dort hatte sich fast nichts verändert. Das kleine Museum sah etwas aufgeräumter aus als in meinen Erinnerungen war, aber die Höhle war immer noch die Gleiche. Am Eingang lasen wir auf einem DIN A4 Blatt den Hinweis auf harmlose Bienen, die sich dort befinden sollen und zum Glück nicht stechen. Als wir das Eingangstor passierten und somit die Höhle betraten, hörten und sahen wir dieses harmlose Bienenvolk.

Ghar Dalam
Die Höhle Ghar Dalam

Überall hörten wir sie summen und tatsächlich es passierte nichts. Nun konnten wir uns auf unsere Aufnahmen konzentrieren und die uns noch bestens bekannte Höhle erneut erforschen. Zu uns gesellte sich kurz darauf eine kleine Gruppe Spanier, die hier durchgeführt wurden. Nun  war es vorbei mit der Ruhe, was weniger daran lag, dass es Spanier waren. Vorne erklärt jemand alles Wissenswerte und die Gruppe tuschelte natürlich auch noch dazu. Bald waren sie verschwunden und ich konnte noch ein paar Sequenzen filmen. Zwischendurch hatte draußen ein recht ordentlicher Regenguss eingesetzt und als wir wieder ins Freie traten wurden auch wir davon überrascht. Der Spuk war dann bald wieder vorbei und der Rest des Tages blieb es trocken.

Von Ghar Dalam fuhren wir wieder nach Hause und konnten unseren Wagen schon fast direkt vor der Haustür absetzen. Wir nutzten die Gelegenheit und ruhten uns etwas aus und machten uns dann zu Fuss auf dem Weg nach Valletta. Zuerst gingen wir runter zur Waterfront, weil dort das Kreuzfahrtschiff Prinsendam der Holland America Line vor Anker lag. Dann hatte ich eine lange Diskussion mit einem Kutscher, der mir eine Stadtrundfahrt aufschwatzen wollte. Den ließen wir aber stehen und gingen zu dem Fahrstuhl, der uns nach oben in die Upper Barakka Garden bringen sollte. Ein richtig tolles Erlebnis für 1 €. Wir verzichteten in den Upper Barracca Gardens auf das Abfeuern der Kanonen um 16 Uhr zu warten, weil wir in die St. John’s Co Cathedral wollten. Vor Ort mussten wir feststellen, dass sie nur vormittags geöffnet war. Das war andererseits aber eine günstige Gelegenheit, um in das elegante Café Cordina zu gehen, um dort etwas zu essen. Claudia bestellte sich Kuchen und ich nahm Fish and Chips. Für 9,50 € übrigens ein Schnäppchen und dazu ganz hervorragend. Das Café hatte den Charme vergangener Zeiten, ein Ambiente zum Wohlfühlen und es verwunderte kaum, dass eigentlich nur wenige Plätze unbesetzt blieben. Wer Valletta besucht, sollte hier einmal einkehren.

Unser Fußmarsch durch Valletta führte uns nun zur Anlegestelle der Fähre Valletta – Sliema und wir gingen von dort wieder nach oben. Irgendjemand hatte geschrieben, dass Malta glücklicherweise eben sei. Der kam wohl aus den Alpen und hatte nicht gemerkt, wie es hier mal nach unten und dann wieder nach oben ging. Jedenfalls trainierte das unsere müden Beine, die danach noch müder wurden. Vielleicht hätten wir doch die Kutschfahrt nehmen sollen. Aber so wie es war, war es gut. Es wurde langsam dunkler und im Wind war es doch recht frisch, ansonsten würde ich die Temperatur eher als lauwarm bezeichnen. So erreichten wir nach einem längeren Spaziergang den Wembley Store und kauften ein paar Lebensmittel ein. Der Laden verfügt über drei Etagen, ist ein Mini-Kaufhaus, wo es fast alles gibt. Gediegen eingerichtet mit Holzregalen und vielen maltesischen Leckereien, ist er etwas besonderes und auch empfehlenswert hier mal einen Blick hinein zu wagen.

Wembley Store
Wembley Store in Valletta

Mittlerweile war es fast 18:30 Uhr geworden und wir wollten zum Dinner irgendwo einkehren. Wo wir zuerst rein wollten, öffnete man erst um 19 Uhr. Wir hatten uns dann entschlossen einen Spaziergang durch den nahe gelegenen Hastings Garden zu machen. Wie es der Zufall wollte, standen wir vor dem Lokal Rampila und entschlossen uns die Treppe nach unten in das Lokal zu gehen. Essen konnten wir draußen und hatten den Blick auf die neue Brücke und zum neuen City Gate. Für die notwendige Wärme sorgten Heizstrahler an den Sonnenschirmen über uns. Ein tolles Essen und ein netter Service gerechtfertigten den Preis. Uns hatte es richtig, richtig gut geschmeckt und wir genossen die abendliche Atmosphäre. Eine Unterkunft so nahe bei Valletta gewählt zu haben, schien für uns danach die richtige Wahl gewesen zu sein. Gut gelaunt, aber von der Kühle der Nacht etwas frierend, sind wir wieder zurück in unsere Airbnb-Unterkunft. Der nächste Tag soll uns touristisch begegnen, mal keine alten Steine und wir waren darauf schon ganz gespannt. Doch damit geht es weiter im 5. Teil meiner kleinen Reisereportage. Also, bleibt neugierig und lest dann im Teil 5 von unseren kleinen Abenteuern, die einen Aufenthalt auf Malta so angenehm machen..

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