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Womo Test Reise nach Trier und Luxemburg (Fortsetzung)

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21. Mai 2019 Weiterfahrt nach Luxemburg und erster Besuch von Luxemburg Stadt (Campingplatz Kockelscheuer)

Same procedure as every day. Früh aufgestanden und zum Kaufland Brötchen holen. Jetzt ist auch mal Zeit die Umgebung näher zu betrachten. Einerseits befanden wir uns in einem Gewerbegebiet, mit Messe- und Veranstaltungshallen, andererseits führte der Weg durch ein Rotlichtviertel mit Eros-Center. Einige alte und heruntergekommene Gebäude standen noch, daneben befanden sich bereits Neubauten. Befindet sich das Viertel im Umbruch? Das ließ sich aufgrund der Abriss- und Bautätigkeiten, die zu beobachten waren, jedenfalls vermuten. Trotz der scheinbar lauten Umgebung waren die Nächte ruhig und bei unserem Aufenthalt auch sicher.

Nach dem Frühstück verließen wir den Platz um 10:20 Uhr. Das Bezahlen war einfach. Man steckte die Karte in den Automaten und er zeigte die Restsumme an. Die bezahlte man dann in bar oder per Karte. Das Guthaben auf der Karte des Stellplatzes wurde dabei verrechnet.

Luxemburg, wir kommen

Gullideckel Luxemburg
Mit dem Blick nach unten siehst du wo du bist

Auf nach Luxemburg hieß es kurz darauf. Die Strecke war gut zu fahren und zum Campingplatz Kohlscheuer waren es nur knappe 60 km. In einer Stunde waren wir dort und hielten vor der Schranke in dem ausgewiesenen Haltebereich. Die Anmeldung in der Rezeption verlief schnell und super freundlich. Nachdem wir unseren großzügig bemessenen Stellplatz belegt und unser Womo feinjustiert hatten, ging es nach kurzer Kaffeepause in die etwa 4 km entfernte Stadt. Jetzt konnten wir ein weiteres Highlight erleben. Nicht nur, dass wir hier einen wirklich großzügigen Stellplatz vorfanden, hier gab es auch eine tolle Nahverkehrsverbindung in die Stadt Luxemburg. In nur 400 m Entfernung war die Haltestelle der Linie 18, die tagsüber alle 7-8 Minuten verkehrte und bis ins Zentrum (Haltestelle Hamilius) etwa 22 Minuten brauchte. Der Fahrpreis betrug 2,00 € pro Fahrt. Mit dem Tagesticket für 4,00 € kann man nicht nur hin und zurück fahren, man kann auch zwischendurch mal den ÖPNV nutzen.

Kathedrale von Luxemburg
Zwischen den Häusern fast versteckt: die Kathedrale von Luxemburg

An der Haltestelle Hamilius umgaben uns zunächst umfangreiche Bauarbeiten. Teilweise waren die Straßen aufgerissen, teilweise wurden neue Gebäude errichtet. Zuerst liefen wir in die falsche Richtung und es war auch nicht weiter hilfreich noch tröstlich, dass wir zwischendurch die deutsche Botschaft gefunden hatten. Denn nun plagte uns der Hunger. Wir bemerkten unseren Irrtum und fanden in entgegen gesetzter Richtung recht schnell ins Zentrum und die Brasserie La Cathedrale (9 Rue Beck, 1222 Luxembourg, Luxemburg). Das Essen mit Softdrinks kostete für 3 Personen 55,00 € und entsprach den Kölner Brauhausgerichten, was mit der Bezeichnung Brasserie so auch zu erwarten war.

Nach dem Essen zur Touristen Information

Stadtmauer von Luxemburg
Der schöne Blick auf die alte Stadtmauer

Die nächste Aufgabe bestand darin den Place Guillaume II zu finden. Über den Place d‘Armes und einem Gässchen fanden wir den Platz recht schnell. Hier standen jedoch jede Menge Buden, so dass wir doch noch etwas brauchten, um die Touristeninformation zu finden. Dort bekamen wir die verschiedenen Routen durch die Stadt erklärt und entschieden uns für einen Mix aus 4 Routen. Dafür gab es Faltblätter pro Route und einen kleinen Stadtplan. Los ging’s und bald passierten wir die Kathedrale, gingen dann die Corniche entlang und kamen zur Brücke über den Bock Kasematten, aber die wollten wir dann doch erst am nächsten Tag besuchen. In der Cafeteria des Nationalmuseums für Geschichte und Kunst nahmen wir Platz und tranken Kaffee. Nach dieser Pause versorgten wir uns im Supermarkt Alima mit Lebensmitteln und gingen weiter zur Haltestelle Hamilius. Gegen 19:00 Uhr waren wir wieder auf dem Campingplatz.

22. Mai 2019 Ganzer Tag in Luxemburg Stadt

Natürlich hatten wir auch diese Nacht gut geschlafen und mit dem aufklarenden Wetter stieg die Stimmung und der Appetit beim Frühstück. Die frischen Brötchen gab es auf dem Campingplatz und die Dusche wurde auch genutzt und für gut befunden. Danach starteten wir gegen 10:00 Uhr in den neuen Tag.

Bock Kasematten
Hier geht es zum Weltkulturerbe, den Bock Kasematten

Diesmal fuhren wir mit der 18 nur bis zum Hauptbahnhof und nahmen dann die Linie 9 bis zu den Bock Kasematten (Casemates du Bock). Die Gründung der Stadt auf dem Bockfelsen im 10. Jahrhundert geht auf den Grafen Siegfried zurück. Am Anfang der Besichtigung sahen wir dazu die archäologischen Ausgrabungen. Es folgte ein Gewirr von Gängen und Treppen fast wie bei einer Höhlenbesichtigung. Nach beiden Seiten des Berges befanden sich Öffnungen, wo mit Kanonen die Festung verteidigt wurde. Angelegt wurden die Kasematten im 17. Jahrhundert und im 18. Jahrhundert weiter ausgebaut. Sie dienten im 2. Weltkrieg auch als Bunker für die Bevölkerung. Das Ganze wird auch Gibraltar des Nordens genannt, nur fehlt ein wenig das Meer.

Luxemburg hat viele kleine Lokale mit Charme

Oberweis (LUX)
Die angesagte Patisserie Oberweis an der Grand Rue

Nach diesem informativen Rundgang meldete sich wieder einmal der Hunger und wir wählten diesmal das Lokal Artscene gegenüber dem Museum für Geschichte und Kunst. Mit dem Essen waren wir sehr zufrieden und gegenüber dem Vortag kostete das Essen 10,00 € weniger für alle. Gut gestärkt führte uns der weitere Weg über die Grand Rue (Haupteinkaufsstraße von Luxembourg), mit einem Blick auf die Patisserie Oberweis und einem Ohr für die Straßenmusik. Von den vorgeschlagenen Routen wählten wir die Aussichtspunkte, die wir über den Place de la Constitution bis zum Plateau de Saint-Esprit abliefen. Wir hatten einen schönen Blick über Luxembourg und dem unten liegenden Ortsteil Grund. An diesem Platz befanden sich auch verschiedene Gerichte, die Nationalbibliothek und ein Fahrstuhl, der unten im Tal der Alzette endete.

Unterwegs im Tal der Alzette

Häuser in Grund (LUX)
Die Häuser von Grund spiegeln sich in der Alzette

Unten angekommen überquerten wir die Alzette und schauten uns in Grund etwas um, genauer gesagt, ließen wir uns etwas treiben. Vorbei an hübschen Häusern und durch gemütliche Gassen ging es leicht bergauf. An der Abtei Neumünster war es mal wieder Zeit für eine Kaffeepause, diesmal in der Brasserie Wenzel (Tasse Kaffee 4,00 €, Tasse Kakao 4,50 @, Glas Wasser kostenlos). Die Abtei ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes und blickt zurück auf eine bewegte Geschichte. Durch die französischen Revolutionsbehörden wurde sie 1796 säkularisiert und als Militärhospital genutzt. Später wurde sie bis 1984 als Gefängnis genutzt und nach langen Restaurierungsarbeiten 2004 als Kultur- und Konferenzzentrum der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.

Abtei Neumünter
Die einstige Abtei Neumünster ist seit 2004 ein Kultur- und Konferenzzentrum

Für den Heimweg nahmen wir die Linie 14 an der nah gelegenen Bushaltestelle Clausen, Rumm. Am Hauptbahnhof stiegen wir erst aus, kauften im Bahnhof bei Oberweis ein paar Brötchen und fuhren dann mit der 18 zurück zum Campingplatz. Ein rundherum gelungener Tag, begleitet vom schönsten Sonnenschein und diesmal ohne Regen, fand nun sein Ende und wir konnten unser Abendessen wahrlich genießen. An diesem Abend konnte ich zum ersten Mal die Bilder und Videos richtig lange außerhalb des Wohnmobils auf den Laptop laden.

Leider war es der letzte Tag hier in Luxemburg, so dass wir die Heimfahrt schon mal vorplanten. Wir waren selbst gespannt auf das, was uns am kommenden Tag erwartet.

Fazit Campingplatz Kockelscheuer, Luxembourg:

Camping Kockelscheuer
Camping im Grünen mit Stadtnähe

Der Campingplatz bietet großzügige Stellplätze für alle Wohnmobiltypen in einer gepflegten grünen Umgebung. Die Verbindung zur Stadt ist optimal mit der Linie 18.

Auf dem Platz befinden sich 2 Gebäude mit den Sanitäreinrichtungen. Sie sind beheizt, sauber und bieten eine angenehme Musikberieselung. Die Ver- und Entsorgung für parallel 2 Wohnmobile erschien mir ausreichend. Weiterhin findet man hier neben der Rezeption einen kleinen Minimarkt, einen Aufenthaltsraum, eine Grillecke, einen Spielplatz, mehrere Plätze zum Boule spielen, Tischtennis, kostenloses WiFi usw.

Wir bezahlten für 2 Nächte 49,00 € (Stellplatz 2 x 6,00 €, 3 Erwachsene 2 x 15,00 € und Strom 2 x 3,50 €) und waren sehr zufrieden damit.

Damit ist die Reise noch nicht zu Ende. Lest im letzten Blogbeitrag zu unserer Kurzreise wie es auf der Heimfahrt und bei der Rückgabe des Wohnmobils weiter ging.

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